Vivian Hall - Slogan

Lesung als „Ménage à trois“ in Augsburg.
 
 
Am 23. April war es endlich soweit: Meine erste Lesung. 
 
Ich hatte das Glück dieses denkwürdige Ereignis mit meinen beiden Kolleginnen Aveleen Avide und Ivy Paul erleben zu dürfen. Unter dem Motto „Ménage à trois“ haben wir einen wunderbaren Abend in netter Gesellschaft verbracht. Wir konnten sogar einige Herren zu uns locken und das trotz enormer Konkurrenz. Immerhin hat der FC Bayern gegen Barcelona gespielt … 
 
Aber ich will nicht vorgreifen, sondern der Reihe nach berichten. 
 
Schon vormittags bin ich bei meiner lieben Verlagskollegin Ivy Paul in Augsburg eingetrudelt und durfte mich erst mal bei einer Tasse Kaffee und ein wenig Plauderei entspannen. Doch schon bald ging es los und wir haben Aveleen am Augsburger Bahnhof abgeholt. Sie war schon top gestylt mit ihrem superschicken violetten Kleid und auf mörderischen High Heels unterwegs. Doch ich muss neidlos anerkennen: sie bewegt sich darauf gekonnt und sehr sexy vorwärts, als wäre sie mit hohen Schuhen an den Füßen auf die Welt gekommen.   
 
Nach einer kurzen Verschnaufpause bei Ivy und einer Menge Gelächter,  machten wir uns auf den Weg. Wohin? Das erfahrt ihr gleich … 
 
Ivy hat sich richtig hübsch gemacht und trug ein entzückendes Spitzenminikleid in Pink. Außerdem wurde ich ganz neidisch auf ihre tollen Schuhe. Graue Highheels mit ungelogen zehn Zentimeter hohen Absätzen. Meine Wenigkeit ist ein wenig kürzer aufgetreten. (es waren nur sechs Zentimeter) und hat sich in schwarze Spitze gehüllt. 
 
Nach ca. zehn Minuten Fahrt erreichten wir unser Ziel: das Fotostudio Behrbohm. 
 
Ist ja klar, dass wir die Gelegenheit nutzen mussten, um die „Ménage à trois“ auch auf einem Bild zu verewigen. Wie sagt man so schön: „So jung, sehen wir uns nicht mehr wieder.“ 
 
Das Ergebnis dieses superlustigen Shootings könnt ihr hier sehen. Ich finde, das Foto ist sehr gelungen, weitere Bilder werden aber noch folgen.   
 
 

 
 
 





Foto: © Foto Behrbohm Augsburg
 
 
Nach drei Stunden machten wir uns dann auf den Weg ins Grill'n Chill. Ivy war schon vorausgefahren, um unseren Gitarristen, die Sängerin und natürlich das benötigte Equipment abzuholen. Aveleen und ich haben uns derweil eine kleine Irrfahrt durch Augsburg gegönnt, ehe wir schlussendlich heil und vor allem rechtzeitig die Max-von-Laue-Straße erreichten. (kurze Notiz an mich: unbedingt ein Navi anschaffen, vorzugsweise mit einer sexy Männerstimme)   
 
 
Ich muss sagen, die Galerie des Grill'n Chill hat mich begeistert. Rundumverglasung, hell und freundlich, viel Sonne und gute Laune. Die ersten Gäste trudelten nach und nach ein und bevor es losging, durften wir noch unseren Gaumen verwöhnen und unseren Hunger stillen. Ich habe mir einen sehr leckeren, mediterranen Nudelsalat gegönnt. Danach haben wir uns unter die Gäste gemischt und ein wenig mit den Anwesenden geplaudert. Man hat ja nicht oft Gelegenheit von Angesicht zu Angesicht mit seinen Lesern zu sprechen und das haben wir alle drei weidlich ausgenutzt. 
 
Doch irgendwann schlug die Stunde und es ging los. Ich durfte als Erste und es hat mir wirklich Spaß gemacht. Nachdem ich ein bisschen über den Welttag des Buches geplaudert hatte, habe ich eine ausgewählte Passage aus meinem Roman „Family Affairs – verbotenes Verlangen“vorgelesen. 
 
Das viele Üben hat sich gelohnt. (Ich schwöre, mein Diktiergerät und ich haben in den letzten Wochen eine ganz besonders innige Beziehung aufgebaut). Ohne einen Fehler konnte ich meine Szene vorlesen. Okay, ich war ein oder zweimal zu schnell, aber Ivy hat mich mit einem dezenten Tritt unter dem Tisch gebremst. (War nur Spaß, sie hat es mir nur zugeflüstert.) 
 
Nach ungefähr zehn Minuten war ich fertig (mit Lesen) und ich konnte ich den Rest des Abends so richtig genießen. Absolut spannend fand ich die Vorträge von Ivy und Aveleen. Nachdem Ivy Paul überaus unterhaltsam über die anregende Wirkung von Lebensmitteln geplaudert hatte, klärte sie uns noch über den Wahrheitsgehalt einer Legende auf, die vorgibt, der Orgasmus eines Schweins würde 30 Minuten andauern. DAS STIMMT GAR NICHT. 
 
Da kann man nur sagen: Schwein gehabt. Ich stell mir das nämlich wahnsinnig anstrengend vor. 
 
Dann kam der große Moment: Ivy las aus ihrem „Ghost Lover“
 
Seufz … so ein tolles Buch. 
 
Anschließend amüsierten wir uns köstlich über die von Aveleen herausgesuchten, haarsträubenden Sexgesetze aus den USA. Ja, ja, die prüden Amis. Kein Bier nach dem Sex und in Washington ist nur die Missionarsstellung erlaubt. Tsss, das hätte man mal dem guten Clinton sagen sollen … 
 
Last but not least, las auch Aveleen einen Auszug aus ihrer Kurzgeschichte „Sündige Früchte“ vor. Die findet sich in ihrem Buch "Purpurne Lust"
 
Dabei kamen dann unsere bereitgestellten Eiswürfel zum Einsatz. Ich glaube, einigen Anwesenden wurde es ziemlich warm und sie werden nie wieder eine Erdbeere oder diverse andere Früchte essen können, ohne an dieses ganz besondere „Dessert“ zu denken. 
 
Alles in allem war es ein wunderbarer Abend, den wir sehr genossen haben und wir haben fest vor, schon bald wieder als „Ménage à trois" aufzutreten. 
 
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich mich glücklich schätzen kann, so herzliche und talentierte Kolleginnen zu haben, die dieses Erlebnis mit mir geteilt haben. 
 
Hoffentlich auf Bald. 
 
Eure Vivian Hall
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